Beate Arnold, Foto Karsten Bartel

Beate Arnold

Beate Arnold, Foto Karsten Bartel
Fotos Karsten Bartel
Beate Arnold, Foto Karsten Bartel

Beate Arnold

Jahrgang 1966, verwitwet, zwei Kinder

Die gelernte Immobilienkauffrau ist in der Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH Sassnitz für die Verwaltung der Immobilien des Stadthafens zuständig und vertritt als Prokuristin die Geschäftsleitung.

Mein Vater war Fischer bis zur Auflösung des Kombinates. Wenn die Fischer anlandeten, putzten oftmals die Frauen das Schiff. Wir Kinder waren gerne dabei und erkundeten das Schiff und freuten uns auf die schönen Dinge – Bananen oder Apfelsinen – die er uns Kindern von der Reise mitbrachte.

Der VEB Fischfang stellte damals Fischerfamilien eine Wohnung im ehemaligen Strandhotel zur Verfügung. Jede Familie bewohnte zwei Zimmer, mit Toiletten über den Flur und einer Gemeinschaftsküche. 1975 bekamen meine Eltern eine komfortable Vier-Raum-Wohnung im Rügener Ring. Manchmal kam es vor, wenn die Fischer bei Sturm anlandeten, dass Besatzungsmitglieder bei uns übernachteten. Oft besuchten sich die Familien der Besatzungsmitglieder gegenseitig. Die Kindheit war auch dadurch geprägt, dass meine Mutter mit uns Kindern oftmals allein war und sie die vielen täglichen Herausforderungen selbst meistern musste.

Wir versuchen mit unterschiedlichen Konzepten den Hafen attraktiver zu gestalten. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr eine weitere Etappe – den HAFENBALKON mit Sitzplätzen und Begrünung – umsetzen können. Die Hafenentwicklung ist ein langfristiges Projekt und wir sind auf Fördermittel angewiesen. Auch wenn die Schritte sehr mühevoll sind, ich liebe meine Arbeit und ich liebe mein Team.

Beate Arnold, im Gespräch am 30. Januar 2025

Gebratenes Dorschfilet, sauer eingelegt

Zutaten für 2 kg Dorschfilet (man kann auch Kabeljau verwenden)
Für den Bratfisch:
Pfeffer und Salz, Mehl und Semmelmehl, 2-3 Eier

Für den Sud:
4 L Wasser, 1/4 L Essig, 250 g Zucker
4 Lorbeerblätter, 8 Pimentkörner, Zwiebelringe

Das Filet mit Pfeffer und Salz würzen, in Mehl wälzen, mit aufgeschlagenem Ei und Semmelmehl panieren und braten. Den gebratenen Fisch abkühlen lassen.

Einen Sud aus Wasser, Zucker und Essig erhitzen und abkühlen lassen. In ein geeignetes höheres Gefäß eine Schicht gebratene Filet legen. Darauf kommen Zwiebelringe, 4 Lorbeerblätter und 8 Pimentkörner, danach die nächste Schicht Filet mit 4 Lorbeerblättern und 8 Pimentkörner usw. Der Sud wird über die Schichten gegossen. Im Kühlschrank mindestens 2 Tage ziehen lassen.

Servieren mit Kartoffelpüree und Gurkensalat.

ALTES KÜHLHAUS, 2023, Foto Marlen Melzow
Sassnitzer Mole mit ehemaligem Strandhotel, 70er Jahre, Foto Stadtarchiv Sassnitz